Sprachentag 2022
Lernende werden zu Hummelhelfenden

Sie sind pelzig, summen leise, gehören zu den wichtigsten Bestäubern unserer Pflanzenwelt und leisten einen enormen Beitrag zum Funktionieren unseres Ökosystems: Hummeln. Gleichzeitig sind sie auf geeignete Nistplätze und ein vielfältiges Blütenangebot angewiesen.
Hieran knüpft das Projekt „Hummeln helfen. Rhein-Main“ des Fachbereichs Biologie an. Bereits vor drei Jahren entstanden, wurde es an mehr als 100 Schulen durchgeführt. Die Idee: Lernende kümmern sich um die Belange von Hummeln und Wildbienen, indem sie ihnen auf ihrem Schulgelände Nistkästen bauen. Außerdem führen sie Beobachtungen und Messungen durch, werten Daten aus und erhalten so auch Einblick in die aktuelle Forschung rund um das Thema „Insektenschutz“.
Biologielehrerin Silke Franz wurde auf das Projekt aufmerksam und holte es zu uns nach Nordhessen. Nach dem Erstkontakt erhielt ihr Grundkurs der Q-Phase eine umfangreiche Materialkiste mit Nistkasten-Bauset, Arbeitsheften, Bestimmungsflyern und weiteren Materialien rund um Hummeln und Wildbienen. Vor den Sommerferien ging es an den Aufbau, das Bemalen und Anbringen des Nistkastens. Außerdem erfolgte die Aussaat bienenfreundlicher Wildblumen und das Einpflanzen von Duftnessel und Braunäugiger Susanne durch die AG Schulhof, um ausreichend Nahrung um den Nistkasten herum zu sichern.
Eine curriculare Anbindung an das Projekt ergibt sich im Jahrgang 13 beim Thema „Ökologie“, wenn es um Strukturen und Zusammenhänge in Ökosystemen geht. Dabei können die Hummeln und Wildbienen als Modellobjekte dienen.
„Für mich als Lehrkraft ist es immer wieder spannend, wie man durch originäre Begegnungen mit der Natur Empathie für das Leben um uns herum schaffen kann. Dadurch werden oft einige Schülerinnen und Schüler dazu bewegt, sich aktiv für den Erhalt der Natur einzusetzen. Wenn das sogar direkt auf dem Schulhof erreicht werden kann, umso besser.“, sagt Silke Franz. Auch ihr Grundkurs habe beim Bau des Nistkastens sichtlich Freude empfunden, so die Biologielehrerin.
Jetzt – einige Wochen nach den Sommerferien – sorgt ein erster Blick für Freude: der Hummelnistkasten wurde gut angenommen, denn er hat bereits Bewohner bekommen. Somit ist der Grundstein gelegt und die Vorfreude groß, dass es im kommenden Frühjahr ordentlich auf dem Schulgelände der FLS summen und brummen wird.


